Um mein Lieblingsflugzeug, den A380, wiederzusehen, würde ich fast alles tun ;) – sogar spontan nach Berlin fahren. Genau das habe ich im Juni gemacht und bin zur ILA gereist, denn Emirates hatte dort einen ihrer Superjumbos ausgestellt.
Die Luft- und Raumfahrtausstellung war für mich wie ein Freizeitpark, nur eben mit Flugzeugen statt Fahrgeschäften zum Anstehen. Mit dem Probesitzen in der Emirates Business- und First Class, einem Platz im Cockpit, spektakulären Flugshows und dem Beluga im Blick wurde mein Kurztrip zu einem wunderschönen Erlebnis.

Inhaltsverzeichnis
Was ist die ILA?
ILA, steht für die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung, sie gibt es bereits seit 1909 und gehört somit zu den ältesten Luft- und Raumfahrtmessen Europas. Die ILA findet alle zwei Jahre in Berlin statt, im Wechsel mit der Paris Air Show.


Die Ausstellung liegt direkt neben dem Flughafen BER, man kann also während des Messebesuchs auch noch ganz nebenbei reguläre Flugzeuge spotten, wie cool ist das denn! :)
Egal ob Flugzeugexperte oder einfach nur flugzeugbegeistert wie ich – auf der ILA kommt jeder auf seine Kosten.
Cockpit, Airshows und ein Blick in die Zukunft
Mein Hauptgrund war natürlich die Besichtigung des Airbus A380. Doch schon nach den ersten Minuten auf dem Gelände wurde mir klar, dass es hier noch so viel mehr zu entdecken gibt, vom A350 über Beluga, Airshows bis hin zum Parabelflugzeug und mehreren Messehallen.


Der erste Weg führte mich natürlich trotzdem zum A380, aber ich wollte mich nicht gleich anstellen, also lief ich erst über das Messegelände.

Ein besonderes Erlebnis gleich zu Beginn war das Cockpit eines Tornado-Kampfjets, in das man sich sogar reinsetzen konnte. Das musste ich natürlich gleich mal ausprobieren. Wenn man drin sitzt und die vielen Knöpfe und Schalter direkt vor sich hat, ist das einfach nur beeindruckend. Ich war so fasziniert, dass ich gar nicht wusste, was ich fragen sollte. Daneben standen Piloten, die alles dazu beantworteten… Respekt vor jedem, der so etwas fliegen kann!



Und immer mal dazwischen fanden krasse Flughsows statt, ich hab noch nie senkrecht nach unten fliegende Hubschrauber gesehen oder zuvor was von Flugschraubern gehört.
Auch der beeindruckende Airbus Beluga ST war vor Ort. Er ist der Vorgänger des Beluga XL, den ich erst wenige Monate zuvor in Hamburg bei der AIRBUS-Werkstour gespottet hatte. Das riesige Transportflugzeug hat mit seiner außergewöhnlichen Form einen unverwechselbaren Look. Findest du nicht auch, dass es ein wenig wie ein Alienkopf aussieht? Es gehört jedenfalls für mich zu den interessantesten Flugzeugen überhaupt, weil ich fasziniert bin, dass es trotz seiner Größe und Form fliegen kann.


Nicht weit davon entfernt stand der Airbus A350-1000, eines der modernsten zweistrahligen Langstreckenflugzeuge. Mit seinen rund 74 Metern Länge ist er die größte Version der A350-Familie und kann locker nonstop 18 Stunden fliegen. Aber neben dem A380 sah er trotzdem mini aus ;)


Ein weiteres Flugzeug, das ich mir angeschaut hatte, war der A310. Ich habe gehört, dass es das erste Airbus-Modell mit nur zwei Triebwerken war, das nonstop über den Atlantik fliegen durfte. Heute setzen nur noch sehr wenige Airlines ihn im Passagierverkehr ein, du kannst ihn aber zum Beispiel noch im Iran finden.
Mit dem A310 Zero-G, der auf der ILA stand, werden hingegen wissenschaftliche Flüge durchgeführt, sogenannte Parabelflüge, bei denen für etwa 22 Sekunden Schwerelosigkeit entsteht. Im Inneren gab es auch keine klassischen Sitzreihen, sondern einen leeren, gepolsterten Raum.
Das muss sich einfach crazy anfühlen – wie dieser Moment in der Achterbahn, wenn es steil nach unten geht und es im Bauch kribbelt. Nur mit dem Unterschied, dass dieses Gefühl im Flugzeug nicht nach zwei Sekunden vorbei ist und man hier eine echte Schwerelosigkeit erlebt.



Raumfahrt-Bereich und Blick in die Zukunft
Danach zog es mich in die Space-Halle der Messe, das mich ein wenig an das Future Museum in Dubai erinnert hatte. Dort drehte sich, wie der Name schon sagt, alles um den Weltraum.

Außerdem gab es zahlreiche Stände mit interaktiven Angeboten, etwa Flugsimulatoren oder die Möglichkeit, mit einer VR-Brille über den Mars zu fliegen.
Natürlich waren auch alle bekannten Flugzeug- u. Motorenhersteller oder andere Zulieferer und Drohnenhersteller vor Ort. Auch der Defence-Bereich mit der Bundeswehr war vertreten, aber da ich in der Einflugschneise zur Air Base Ramstein wohne, sehe ich solche Flugzeuge schon zur Genüge.
Spannend fand ich den Blick in die Zukunft des Fliegens – wie zum Beispiel Displays entlang der Fensterfront, die die Außenansicht ins Kabineninnere übertragen sollen. Die sieht echt schick aus.

Das erste Mal in die Business und First Class der Emirates A380
Der Airbus A380 war für mich natürlich das Highlight der ILA und auch nicht nur für mich ;) Schon am Morgen und auch noch mittags standen eine Menge Leute für den Superjumbo an. Am Nachmittag hatte ich dann aber Glück und einen perfekten Zeitpunkt erwischt, ich musste nur etwa eine halbe Stunde anstehen.







Die Wartezeit verging schnell, denn währenddessen flog gerade der Eurofighter-Typhoon seine Runden übers Gelände. Die Lautstärke, die Geschwindigkeit und die Manöver haben mir eine echte Gänsehaut beschert.

Als ich endlich an Bord des A380 durfte, fing es richtig an zu regnen, das nenn ich mal perfektes Timing. Mein Rundgang ging zunächst durch die Economy Class. Die kenne ich ja schon, zuletzt bin ich im Dezember damit nach Dubai geflogen.

Umso spannender war es für mich, diesmal auch die anderen Bereiche des Flugzeugs anschauen zu können, die ich bisher nur aus Videos kannte.
So ging es über die geschwungene Treppe ins Oberdeck. Dort war mein erster Stopp die berühmte Emirates-Bar. Ich stell mir das richtig cool vor, während dem Flug dort zu sitzen und was zu trinken. Wenn ich fliege trinke ich zwar immer nur stilles Wasser, aber an der Bar würde ich natürlich mal eine Ausnahme machen ;)


In Gedanken ist der A380 Flug schon gebucht
Danach ging es weiter in die Business Class. Dort hab ich mich gleich mal hingesetzt und natürlich musste ich auch auf meinem persönlichen Favoriten Sitz 23 Platz nehmen. Meine Lieblingszahl :)
Als ich dort saß, kamen mir gleich die ganzen A380 Routen in den Sinn, die Strecke nach Tokio oder nach Auckland würde ich gern mal so fliegen.

Ich hätte nicht gedacht, dass sich die Sitze so gemütlich anfühlen. Dabei finde ich schon die Economy Class bei Emirates richtig gut, aber die Business Class ist nochmal eine ganz andere Welt. Vor allem am Fensterplatz kann man wirklich für sich sein, ganz ohne nervigen Sitznachbarn. Ein Traum!
Danach kam natürlich die First Class dran, was für ein Luxus.


Natürlich habe ich auch dort gleich mal Platz genommen und ausprobiert, wie sich das so anfühlt. Kam es mir nur so vor oder sind die Sitze nochmals gemütlicher? Auf jeden Fall sind sie noch ein Stück breiter und größer.

Zu gern würde ich wissen wollen, ob ich in der Business oder First Class auch endlich einmal während dem Flug schlafen könnte. Das habe ich nämlich noch nie geschafft, egal wie lange der Flug war – ob nach Chile, Neuseeland oder China.


Und dann bin ich noch duschen gegangen… ähm, natürlich nicht wirklich, aber während des Flugs ist das tatsächlich möglich. Ja, richtig gelesen, im A380 von Emirates gibt es tatsächlich zwei Duschbäder für die First-Class-Gäste.

So eine Dusche an Bord klingt erstmal ziemlich abgefahren, ich find’s praktisch und würde es auf jeden Fall mal ausprobieren. Nach einem Langstreckenflug frisch aus der Maschine zu steigen, hat schon was. Und es wäre für mich auch ein guter Zeitvertreib in der Luft. Nur Turbulenzen sollten während des Duschens dann besser nicht auftreten ;)
Danach hab ich dann auch noch die Premium Economy getestet, bevor mein Rundgang in der Emirates A380 langsam zu Ende ging.

Ich hatte mich übrigens so lange im A380 aufgehalten, dass ich irgendwann freundlich darauf hingewiesen wurde, doch langsam wieder rauszugehen – upsi. ;) Der Grund war aber nicht nur der Superjumbo, sondern auch der immer noch andauernde Regen…

Der Versuch schnell zur nächsten Messehalle zu rennen, brachte leider nichts, ich kam trotzdem klitschnass an und musste mich drinnen erstmal wieder aufwärmen.
Leider fiel wegen des Wetters auch die A350-Flugshow am Nachmittag aus, die ich mir unbedingt anschauen wollte.
Hotel-Tipp für die ILA: Ibis Budget Berlin Airport Schönefeld
Übernachtet habe ich im Ibis Budget Berlin Airport* Schönefeld, das Hotel hat eine super Lage und ist nur etwa 200 m von der der S-Bahn-Haltestelle Grünbergallee entfernt. So brauchte ich nur eine bzw. zwei Stationen zum Messe-Shuttle und drei Stationen zum BER Flughafen. Hierfür reicht ein Kurzstrecken-Ticket aus.
Meine Erwartungen waren eigentlich niedrig, weil ich schon zweimal in Ibis-Budget-Hotels schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Aber spontan ein Hotel während der ILA zu finden, das nicht zu teuer ist, war nicht so einfach. Umso überraschter war ich, als ich im Hotel* ankam. Die Hotellobby war stylisch und sogar mit Tischkicker ausgestattet und das Zimmer war zwar minimalistisch, aber es war alles da, was man brauchte und vor allem neu und sauber. Und von meinem Fenster aus konnte ich sogar Flugzeuge beim Anflug auf den Flughafen sehen. Was will man mehr ;)





Skurril fand ich nur, dass es keine Rezeption gab, sondern nur einen Check-in-Automaten, während meines zweitägigen Hotelaufenthalts habe ich außer dem Putzteam kein einziges Hotelpersonal gesehen.

Das Ibis Budget Berlin Airport* Hotel ist von der Berliner Innenstadt direkt mit der S9 erreichbar. Denk dran beim Fahrticket alle drei Zonen auszuwählen.
Anreise, Einlass und Verpflegung
Die ILA bietet einen kostenlosen Shuttle-Service von verschiedene Haltestellen an. So bin ich mit der S-Bahn eine Station von meinem bis Budget Hotel* bis zum S-Bahnhof Schönefeld gefahren und dort direkt in den Shuttle-Bus eingestiegen. An Fachbesuchertagen fuhr der Messeshuttle ab dem S-Bahnhof Waßmannsdorf ab, was eine S-Bahnstation weiter ist.

Beim Einlass zur ILA werden deine Sachen wie am Flughafen durchgescannt. Ein kleiner Rucksack ist erlaubt. Am besten packst du dir Wasser, einen Snack und je nach Wetter Sonnenbrille, Sonnencreme, Regenschirm, Kappe und einen Pulli ein. Zieh unbedingt bequeme Schuhe an, denn auf dem riesigen Gelände legst du sehr viele Kilometer zurück. Ich bin so viel gelaufen, dass ich sogar einen Krampf bekommen hatte, was mir sonst nie passiert, wahrscheinlich hab ich einfach zu wenig getrunken.
Es gibt viele Verpflegungsstände, zu typischen Messepreisen. Ich hatte mich für Vietnamesisches Essen entschieden. Eigentlich war überall Kartenzahlung möglich, doch bei diesem Stand streikte gerade das Gerät – zum Glück hatte ich Bargeld dabei. Und später brauchte ich dann noch einen Kaffee zum Aufwärmen.


Ticket-Infos
Das Ticket kann man im offiziellen ILA-Ticketshop kaufen. Wichtig ist zudem, dass im Ticket der öffentliche Nahverkehr nicht enthalten ist und du ein normales BVG-Ticket für die Hinfahrt zum Messe-Shuttle benötigst.
Mein Fazit zur ILA Berlin 2026
Bei meinem spontanen ILA-Trip nach Berlin, hatte ich so schöne Tage erlebt, wie ich sie mir gar nicht hätte vorstellen können. Selbst das unbeständige Wetter konnte daran nichts ändern und auch nicht, dass ich allein unterwegs war. Denn dadurch habe ich mal wieder festgestellt, dass unter Flugzeugbegeisterten einfach eine schöne Atmosphäre herrscht und man schnell ins Gespräch kommt :)
Wenn du Flugzeuge genauso gerne anschaust wie ich, kann ich dir einen Besuch nur ans Herz legen. Bis zur nächsten ILA 2028 in zwei Jahren!

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Letzte Aktualisierung am 16.08.2026 / *= Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
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Merk dir diesen Beitrag über die ILA Berlin

Ich liebe das Reisen – das Kribbeln beim Buchen, die Vorfreude, den ersten Moment in einer fremden Stadt, Sand unter den Füßen, unbekanntes Essen und Supermärkte voller Dinge, die man nicht kennt. 7 Jahre lang war ich auf Weltreise, habe viele Erfahrungen gesammelt – und meine Komfortzone verlassen: Ich habe unter glitzernden Sternenhimmeln im Outback geschlafen, bin über die Chinesische Mauer spaziert und stand sprachlos vor der Lagunenlandschaft in der Atacama-Wüste. Seitdem schreibe ich auf meinem Blog darüber, was Reisen mit uns macht – über meine Reiseerlebnisse, persönliche Weltreise-Tipps und praktische Anleitungen: wie du an Machu-Picchu-Tickets kommst, welche Unterkünfte ich in Neuseeland empfehle oder was du in Singapur auf keinen Fall verpassen solltest.
Aber das Wichtigste ist: Bei Fernweh hilft nur Reisen. :) Mehr über mich erfährst du hier







